Anfang des Jahres, an zwei klirrend kalten Februar Wochenenden hatten Interessierte die Möglichkeit, die kooperative Landwirtschaft vor den Toren Leipzigs hautnah zu erleben.
Eine zentrale Frage dabei: Wie gelingt es, Haushalte in der Region Leipzig ganzjährig – auch im Winter – mit frischem Gemüse zu versorgen?
Um diese Frage zu ergründen, starteten die Gäste mit einem Ackerrundgang auf den verschneiten Flächen der genossenschaftlich organisierten Landwirtschaft in Taucha. Entlang von Beeten, Hecken und Blühstreifen erfuhren sie, dass der Winter keine verlorene Zeit im Gemüsebau ist: Einige Kulturen trotzen den niedrigen Temperaturen. Sorten wie Grünkohl und Rosenkohl bleiben auch bei Minusgraden stabil und können den ganzen Winter vom Feld geerntet werden. Ebenso wie zarte Postelein und Rucola Salate aus dem Folientunneln, die bedeckt mit einem Vlies ebenfalls frisch geerntet werden können.
Den Besucherinnen und Besuchern wurde im Anschluss ein Einblick in die „Schatzkammern“ der Landwirtschaft gewährt: Auf dem Betriebsgelände konnten die fünf großen, mehrheitlich mit Photovoltaik betriebenen Kühlräume bestaunt werden. Diese werden im Herbst, bis unters Dach gefüllt mit Bio-Gemüse und versorgen ca. 1500 Haushalte den ganzen Winter mit gut lagerfähigen Möhren, Kartoffeln, verschiedenen Kürbissorten, weiteren Kohlsorten, Zwiebeln, Roter und Gelber Beete.
Eine Vielfalt die einige Teilnehmende überrascht hat.
Ein besonderes Highlight waren die interessanten Anregungen für die Verarbeitung in der alltäglichen Küche.
Zudem nahmen die Teilnehmenden wertvolles Wissen zur Lagerung, Konservierung und Verarbeitung von Gemüse mit. In einem kurzen Workshop wurden traditionelle Methoden der Fermentation ganz praktisch getestet und in die moderne Alltagsküche überführt.
Am Ende erhielten alle eine Kostprobe davon, wie phantasievoll die regionale Winterküche sein kann. Frisch geerntet und aus den Schatzkammern geholt – von der Köchin der Rathauskantine persönlich zubereitet.
Wir möchten uns bei allen Beteiligten bedanken, die zum Gelingen beigetragen haben. Die Einblicke konnten einen tiefen Eindruck hinterlassen und mit praktischen Tipps in den Alltag mitgenommen werden. Auch das positive Feedback der Teilnehmenden macht deutlich, welchen Stellenwert regionale Landwirtschaft und nachhaltige Ernährung erlangen kann. Und wie wichtig diese Orte der Begegnung dafür sind.
Auch in weiteren Veranstaltungen unseres „Vor Ort“ Formates, folgen wir dem Motto „Vom Acker auf den Teller“ und zeigen hautnah, wie Lebensmittel in der Region entstehen.








